Rezensionen

Suzanne Collins – Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele

Dieses Buch stand ziemlich lange auf meiner Wunschliste, aber um so schneller hatte ich es dann gelesen. Eigentlich schade, denn man sollte es genießen, da es doch meiner Meinung ein sehr außergewöhnliches Buch ist.
Doch kann man nichts anderes tun, als es zu lesen und weiter zu lesen, da es an Spannung kaum zu übertreffen ist. Die Story ist einzigartig:

Panem, ein Staat im zukünftigen Nordamerika, ist in zwölf Distrikte unterteilt.
Die sechzehnjährige Katniss tritt, an Stelle ihrer kleinen Schwester Prim, bei den alljährlichen „Hungerspielen“ an, eine Art Gladiatorenkampf mit einem Hauch von Big Brother, denn die Kämpfe werden live übertragen.
Aus jedem Distrikt nehmen je ein Mädchen und ein Junge zwischen zwölf und sechzehn Jahren an dem grausamen Spektakel teil. Doch nur einer wird überleben…

Man stelle sich vor, dass eine Stadt jedes Jahr willentlich 23 Kinder zwischen zwölf und sechzehn absichtlich in den Tod schickt und dieses Gemetzel live überträgt. Ich wurde diesen Gedanken beim Lesen einfach nicht los und trotzdem muss ich zugeben, dass genau dies den Reiz dieses Buches ausmacht.
Katniss ist mir von Anfang an direkt ins Herz gesprungen und ich habe mit ihr gefiebert, gehofft und gebangt. Ihre Schmerzen, ihren Durst und ihre Trauer waren mir so nah, als wenn ich genau wie sie, irgendwo da draußen im Camp hockte und in Todesangst Deckung suchte.
Daher muss man einfach den Schreibstil loben: flüssig, umkompliziert und gespickt mit intelligent konstruierten Cliffhangern so, dass man es einfach nicht aus der Hand legen KANN.
Ständig denkt man „nur noch ein Kapitel“ und dann ist man plötzlich bei Seite 415 angelegt und muss bis Juni 2010 auf die Fortsetzung warten. DAS ist dann wirklich grausam.
Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen, denn inklusive Coverbild ist es von der ersten bis zur letzten Zeile stimmig.
Fazit: Perfekter erster Akt einer viel versprechenden Trilogie!!
© Ricarda Ohligschläger

Und mein Buch des Jahres 2009!!