Nicole Rensmann – Anam Cara

Anam Cara ist – wie der Name schon sagt – die Geschichte zweier Seelenfreunde.
Sina verliert ihren Mann Thomas Heidkamp bei einem tragischen Autounfall. Nur schwer findet sie in den neuen Alltag zurück. Trauer und Schmerz überlagern ihre Gefühle.

Als sie die Email eines Fremden erhält, der behauptet Thomas Seele in sich zu tragen und aus der Zukunft zu kommen ist sie zuerst skeptisch. Doch Sina und ihre Kinder befinden sich in großer Gefahr und somit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Nicole Rensmann erhielt für dieses Buch mehrere Preise und das zu Recht, denn beim Lesen spürt man regelrecht wie sehr die Autorin sich bemüht hat jedem Satz etwas Besonderes mitzugeben. Nach dem Tod ihres Mannes versucht Sina ihren Alltag zu ordnen und den Kampf den sie dabei mit sich selbst austrägt, den Schmerz in ihrem Herzen und die Kraft die sie aufbringen muss um für ihre Kinder dazusein, das alles erweckt beim Lesen Beklemmungen und ich hatte manchmal einen dicken Kloß im Hals sitzen.
Am Anfang hatte ich etwa Schwierigkeiten in die Handlung hinein zu kommen, aber dann las sich das Buch flüssig, verständlich und ich war letzten Endes positiv überrascht.
Der Schreibstil der Autorin trägt genau so dazu bei wie die außergewöhnliche Geschichte zwischen Sina und ihrem Emailfreund. Und nein es geht hier nicht nur um die Liebe sondern auch um Täuschung und Verrat, um den Verlust einer Freundschaft und um Eifersucht und diese Mischung macht die Geschichte spannungsvoll und so rast man dem Ende regelrecht zu.
Denn parallel zu der sich zaghaft entwickelnden Emailfreundschaft nimmt Sina Freundschaft zu Alissa eine dramatische Wendung.
Diese spannungsgeladene Entwicklung wurde bis zum Schluss gehalten und es erwarten den Leser noch einige Überraschungen beim Lesen und obwohl es in dem Buch auch um die Liebe geht, so ist es an keiner Weise kitschig.

Fazit: Eine außergewöhnliche Story verbunden mit einer sehr gefühlvollen Sprache, gut gewürzt mit Spannung an den richtigen Stellen.
Ich kannte die Autorin vorher nicht aber ich bin mir sicher „Anam Cara“ wird nicht mein letztes Buch von Nicole Rensmann sein.
© Ricarda Ohligschläger

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