Nina Blazon – Schattenauge

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Zoe ist enttäuscht. Von ihrer Mutter, die in ihr fast nur noch die Babysitterin für den kleinen Bruder Leo sieht und von der ihrer besten Freundin, die Zoe den Freund ausgespannt hat.
Aber das ist nicht das einzige was Zoe aus der Bahn wirft, denn zunehmend spürt sie Veränderungen an sich die sie nicht zu deuten weiß. Ihre körperliche Fitness nimmt zu und ihre Sinne sind viel schärfer als früher.
Dann lernt sie beim Tanzen die beiden geheimnisvollen Jungen Irves und Gil kennen, nichts ahnend , dass sie in Zukunft mehr mit ihnen verbindet als Freundschaft.

Nina Blazon hat sich mit „Schattenauge“ an eine Mischung aus Krimi und Fantasie gewagt.  Während Vampire, Elfen und Feen momentan ein sehr beliebtes Buchthema sind widmet sie sich den Katzenmenschen und hebt sich damit deutlich vom fantastischen Einerlei ab. So wandeln sich ihre Wesen nicht bei Vollmond, sondern erst nach und nach.
Anfangs verwirrten mich die verschiedenen Blickwinkel der Personen etwas, aber nach ein paar Seiten fand ich mich gut zurecht und lediglich das Telefon konnte meinen Lesefluss stoppen.
Zoe wird als der typische Teenager beschrieben, der die erste Enttäuschung in Sachen Liebe erlebt und feststellen muss, dass Alltag auch sehr viel mit Pflichten zu tun hat. Da ihre Mutter alleinerziehend ist muss sie ihre Wünsche hinten an stellen und ist damit nicht immer glücklich. Gerade damit können sich zweifellos viele Jugendliche identifizieren.
Irves und Gil haben ebenso ihre ganz persönliche Charakternote erhalten.
Die paranormalen Elemente fügen sich wie Puzzleteile perfekt in die spannende Story ein und runden damit ein fast perfektes Lesevergnügen ab. Da sich die Handlung an manchen Stellen etwas zieht gibt es leider einen Punkt Abzug.
Fazit: Eine außergewöhnliche Mischung aus Krimi und Lovestory gespickt mit fantastischen Elementen.
© Ricarda Ohligschläger

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