Polly Shulman – Die geheime Sammlung

am

Elizabeths Leben ist nicht gerade das, was sich eine Fünfzehnjährige erträumt:
Ihre Ballettstunden wurden gestrichen, weil der neu verheiratete Vater ihren Stiefschwestern das College finanzieren muss. Die wiederum machen ihr das Leben schwer und auch die Stiefmutter ist nicht gerade das, was man als angenehmen Zeitgenossen bezeichnet. Elizabeth sehnt sich sehr nach ihrer verstorbenen Mutter und vor allen Dingen nach Freunden, doch die hat sie noch nicht an ihrer Schule gefunden.
Etwas Abwechslung verspricht dagegen der Job, den ihr Dr. Mauskopf anbietet. Im „Repositorium der verleihbaren Schätze“ werden noch Pagen gesucht. Das Mädchen nimmt an, dass es sich um einen ganz normalen Bibliothekarsjob handelt. Aber es stellt sich heraus, dass hier keine Bücher verliehen werden, sondern allerlei wertvolle und magische Schätze.
Und nicht nur das macht den Job so besonders, denn schnell schließt Elizabeth Freundschaft mit ihren Kollegen. Mit Aaron, Dr. Rust, Anjali und ihrem Schwarm Marc Merritt.
Sie alle stehen bald vor der großen Aufgabe „ihre“ Schätze zu verteidigen. Wird sich einer als Gegenspieler herausstellen? 

Es gibt Bücher, die man liest und sofort denkt, dass sie unbedingt verfilmt werden sollten. So eines ist „Die geheime Sammlung“. Nicht nur, dass die Autorin auf ganz besondere Art und Weise Märchen wahr werden lässt, nein sie verstrickt die Märchen der Brüder Grimm in ihren Buch auch noch gekonnt. Kein Wunder also, dass ich dieses Buch in einem Zug durchgelesen habe, denn Spannung bleibt bei dieser zauberhaften Mischung nicht aus. Und wer denkt den Gegenspieler enttarnt zu haben, wird sich wundern wie sehr er irrt.
Polly Shulman hat mit ihrem Repositorium eine Welt erschaffen, die magisch und aufregend zugleich ist. Beim Lesen fühlte ich mich in meine Kindheit versetzt, denn ich hatte die märchenhaften Wesen und Dinge alle wieder vor Augen und genau so wie damals wünschte ich mir das „Tischlein deck dich“ zu haben oder die sieben – Meilen – Stiefel. Ach wie gerne hätte ich mit Elizabeth in den Schätzen der geheimen Sammlung gestöbert. Ob der Spiegel auch mit mir gesprochen hätte?
Das wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Mir bleibt also nicht anderes übrig als hin und wieder diese wunderschön gestaltete Büchlein aus dem Regal zu nehmen, über den Einband zu streichen und mir dabei in Erinnerung zu rufen, dass Märchen mit ein bisschen Magie wahr werden können. Man muss nur immer der Nase lang.
Fazit: Für alle die „Magie“ nicht für ein fantastisches Märchen halten.
© Ricarda Ohligschläger

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. tinesbuecherwelt sagt:

    ohja du hast es passend beschrieben. So ging es mir mit dem Buch auch!

  2. karfie sagt:

    …gestern erst die Werbung von Pan bekommen. Hört sich sehr schön an. Evtl. bekomme ich eines zum verlosen.
    Danke für die Vorstellung

  3. Melanie sagt:

    Halli hallo,

    habe das Buch auch gestern gelesen und bin absolut begeistert davon. Du hast es treffend beschrieben !! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen 😀

    Lg
    Melli

    1. herzgedanke sagt:

      Vielen Dank, liebe Melli.

Kommentar verfassen