Gabriella Engelmann – Weiß wie Schnee, Rot wie Blut, Grün vor Neid

Die siebzehnjährige Sarah ist hübsch. Wahnsinnig hübsch sogar. Sehr zum Ärger ihrer Stiefmutter Bella, die den Schönheitschirurgen Dr. Meng ständig dazu nötigt sie noch schöner zu botoxen. Während Sarah ein überraschender Modelauftrag gerade zu in die Einkaufstüte fällt, würde Bella eben alles darum geben die Schönste zu sein, und genau dabei ist ihr Sarah im Weg.
Kurz entschlossen beschließt sie das Mädchen aus dem Weg räumen zu lassen. Glücklicherweise findet Sarah Unterschlupf in einer WG voller netter Jungs. Alle sieben kümmern sich liebevoll um sie und einer verdreht ihr dabei ganz schön den Kopf. Doch leider hat Bella ihren Plan ihr ebenso den Hals umzudrehen noch lange nicht aufgegeben.
DAS ist mal wirklich was anderes: Ein Märchen ganz auf die moderne Art.
So liest sich „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ nochmal so schön.
Pfiffig verfrachtet Gabriella Engelmann die sieben „Zwerge“ in eine coole WG, und gibt allen ihre ganz persönliche Note. So lädt bereits das Personenregister am Anfang zum Schmunzeln ein, und man ahnt an dieser Stelle schon, dass da einiges auf den Leser zukommt. Den einen oder anderen „Zwerg“ hätte ich mir damals auch für meine WG gewünscht!
Natürlich fehlt auch hier genau wie im wahren Märchen nicht die Liebe, aber der Weg dorthin gestaltet sich nicht nur für die Hauptfigur etwas schwierig.
Fazit: Ein modernes, pfiffiges Märchen – für alle Schneewittchen.
© Ricarda Ohligschläger

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