Gretchens Pech

am

Gretchen aus dem Dorfbordell
Wunderschön, doch nicht sehr hell
Wollte einmal recht schön speisen
Drum tat sie in das Städtchen reisen
*
Auf dem Marktplatz dann direkt
Wurde ein Lokal entdeckt
„Das soll heute meines sein!“
sprach sie zu sich und trat ein
*
Braten, edlen Wein und Kuchen
Alles wollte sie versuchen
Also aß sie mit viel Lust
Von Sahnecreme bis Entenbrust
*
Still und leise kamen Qualen
Denn sie konnte nicht bezahlen
Und als dann der Ober kam
Hatte Gretchen einen Plan
*
„Lieber Ober meine Pracht
schenk ich dir für eine Nacht!“
Doch der Ober blieb ganz cool:
„Pech gehabt, denn ich bin schwul.“
© Ricarda Ohligschläger

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