Vincent Kliesch – Die Reinheit des Todes

Vincent Kliesch hat das geschafft was Thrillerautoren selten gelingt: mich von der ersten Seite an zu fesseln!

Das LKA Berlin steht vor einem scheinbar unlösbaren Rätsel. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen. Drei Opfer sind schon eindeutig auf ihn zurück zu führen, aber der Verrückte hinterlässt keinerlei Spuren. Im Gegenteil, die Wohnungen sind klinisch rein geputzt und verwertbare Spuren somit nicht zu finden. Die Ermittler sind am Verzweifeln. Die einzige Hoffnung liegt nun auf Julius Kern, doch er muss erst noch die Schatten seiner Vergangenheit besiegen.

Vincent Kliesch hat das geschafft was Thrillerautoren selten gelingt: mich von der ersten Seite an zu fesseln! Schon im Prolog wird man von der Spannung ergriffen und diese hält sich ununterbrochen bis hin zur letzten Seite. Hierbei macht sich der Autor einen Zeitsprung zwischen Gegenwart und den Ereignissen von vor drei Jahren zu nutze. Scheinbar unabhängige Handlungsstränge bauen sich nach und nach auf und geben der ganzen Story nochmals Tempo so, dass man unfähig ist dieses Buch aus der Hand zu legen, während sich diese Puzzleteile langsam aber sicher zu einem Ganzen fügen.
Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind kurz gehalten. Eine kleine Lesepause zwischendurch bringt der Spannung mit Sicherheit keinen Nachteil. Allerdings muss ich hier die Frage stellen: Wer möchte das überhaupt bei dieser genial konstruierten und mitreißenden Story?
Auch wenn Julius Kern als Ermittler mal wieder das Klischee des gebrochenen Mannes bedient, ist er glaubwürdig beschrieben. Und auch alle anderen Charaktere – voran die Psychopathen – sind so konstruiert, dass sie faszinieren und gleichzeitig abstoßen. Für mich ist das genau die richtige Mischung, die ich brauche, um beim Lesen alles um mich herum zu vergessen.
Ich brauche an dieser Stelle sicher nicht betonen, dass ich „Die Reinheit des Todes“ in einem durch gelesen habe, aber ich denke, dass ich damit nicht die Einzige bin, weil dieses Debüt ausgezeichnet gelungen ist und im Finale sich fast schon selbst übertrifft und mit Überraschungen nicht spart.
Laut Klappentext ist „Die Reinheit des Todes“ der Auftakt zu einer Buchreihe rund um den Ermittler Julius Kern und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, denn dieser erste Teil verspricht noch viele spannende und packende Lesestunden auf die ich mich jetzt schon freue.

Fazit: Ein Debüt, das seinesgleichen sucht. Thrillerfans sollten Vincent Kliesch einen Ehrenplatz im Buchregal frei halten.
© Ricarda Ohligschläger

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Melanie sagt:

    Das hört sich ziemlich gut an, und als Thriller-Fan hab ich das Buch gleich notiert.
    Danke für die Vorstellung!

    Liebe Grüße
    Melanie

  2. Nina2401 sagt:

    Tolle Rezi, liebe Rici und mal wieder ein Buch mehr auf meiner Wunschliste 😉

    Liebe Grüße
    Nina

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