Kim Schneyder – Im Bett mit Brad Pitt

Ich verzichte jederzeit auf Brad Pitt in meinem Schlafzimmer, wenn ich Kim Schneyder für eine Lesung in meinem Wohnzimmer engagiert bekomme

 

Lilly Tanner träumt von der ganz großen Karriere als Drehbuchautorin. Die filmbegeisterte junge Frau arbeitet momentan aber noch in einer Videothek und hat bereits ihr erstes Drehbuch geschrieben. Aber wie verkauft sich sowas am Besten und vor allen Dingen wo? Ganz klar: in Hollywood.
Da passt es natürlich wunderbar in Lillys Plan, dass ihre beste Freundin Emma Schauspielerin werden möchte.
Das Glück ist den beiden quirligen Freundinnen scheinbar ganz nah auf den Fersen, denn Emma steht eine dicke Erbschaft ins Haus und lässt sie äußerst spendabel sein. Kurzerhand lädt sie Lilly zu einem Trip nach Hollywood ein.
Dort angekommen müssen sich die zwei erst einmal gegen zwielichtige Gestalten, überengagierte Castingveranstalter und aufdringliche Touristen wehren. Nach einem Besuch in einem Restaurant steht Lilly sogar in den Schlagzeilen – als schamlose Gespielin von Brad Pitt. Die Presse ist aus dem Häuschen und als Lilly dann obendrein mit George Clooney im Pool landet, überschlagen sich die Ereignisse gänzlich. Die plötzliche Popularität erscheint Lilly eher lästig, bis ihr Emma den Tipp gibt genau das für ihr Drehbuch auszunutzen. Kann Lilly ihr Drehbuch erfolgreich vermarkten und gleichzeitig glaubhaft machen, dass sie eben nicht „Im Bett mit Brad Pitt“ war bzw. doch, aber eben nicht so wie es Hollywood annimmt.

Ich habe ganz ehrlich überlegt, ob ich mich wirklich an diese Rezension setze. Warum? Tja, weil ich meine Rezension zu „Ich und Er und null Verkehr“ eh nicht mehr toppen kann.
Aber dann dachte ich mir, dass es schade wäre wenn durch meinen Zwiespalt vielleicht weniger Leser/innen auf Kim Schneyder aufmerksam werden würden.
Ich hatte ja schon mehrmals betont, dass Chick – Lit absolut zu meinen Favoriten zählt, aber so wie die Autorin mich mit ihrem Schreibstil um den Finger gewickelt hat, ist es bisher nur einer Autorin gelungen. Wer das ist, ist an dieser Stelle uninteressant.
Fakt ist, dass Kim Schneyder sich definitiv nicht hinter Bestsellerautorinnen dieses Genres verstecken muss und ich bin mir sicher, dass sich diese bald ganz warm anziehen müssen, denn Kim Schneyder bringt neben frischen Wind auch neuen ungezwungenen Humor, außergewöhnliche Storys, turbulente Verwicklungen und schräge Gestalten mit.
Ich würde sie euch nicht so uneingeschränkt empfehlen und ans Herz legen, wenn ich nicht absolut überzeugt von ihrem herzerfrischenden Stil wäre.
Eigentlich gibt es kaum noch etwas zu sagen, ich würde mich nur wiederholen und wie schon bei meiner oben erwähnten Rezension passt auch hier wieder:
“ Verfeinert wird das Ganze mit Unmengen von Humor, so, dass ich euch an dieser Stelle raten möchte, das Buch nicht im Bus oder der Bahn zu lesen. Ich wurde mehrmals komisch angeschaut, weil ich so prusten musste, aber dafür weiß ich jetzt, warum man einen Burger nicht unbedingt im Auto essen sollte.
Ohne krampfhaft lustig zu wirken, hat die Autorin ihren Schreibstil mit so viel Wortwitz versehen, dass ich mich köstlich amüsiert habe und dieses Buch als perfekte Lektüre für den Urlaub empfehlen möchte. Obendrein überzeugen die romantische Szenen ohne kitschig zu wirken oder gar unglaubwürdig. Ich kann euch Kim Schneyder nur wärmstens empfehlen.“

Ich habe noch nie Teile einer Rezension kopiert, aber es passt eben eins zu eins auch bei dieser Lektüre. Kim Schneyder hat es also wieder einmal geschafft mich um den Finger zu wickeln.

Fazit: Kim Schneyder ist für mich die neue Königin auf dem Chick – Lit – Thron.
P.S. Ich verzichte jederzeit auf Brad Pitt in meinem Schlafzimmer, wenn ich Kim Schneyder für eine Lesung in meinem Wohnzimmer engagiert bekomme.
Lieber Piper – Verlag, würden Sie das unterstützen oder wollen Sie Angelina unglücklich sehen? 😉
© Ricarda Ohligschläger

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. nicki1981 sagt:

    Als bei einer Wohnzimmerlesung wäre ich sofort dabei … sofern noch ein Plätzchen frei wäre …

  2. ute sagt:

    danke 🙂 ich hab mich grad köstlich amüsiert …

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