Victoria Laurie – Gespenster küsst man nicht

Mit gewohnt frechen Dialogen und noch mehr überraschenden Wendungen ist diese Geisterstory definitiv nicht grauenhaft geschrieben.

„Gespenster küsst man nicht“ ist der zweite Band rund um die
Geisterjägerin M.J. Holliday von Victoria Laurie und wie schon in „Rendezvous um Mitternacht“ besticht die Autorin hier ebenso durch einen lockeren Schreibstil und viel Spannung.

Mit gewohnt frechen Dialogen und noch mehr überraschenden Wendungen ist diese Geisterstory definitiv nicht grauenhaft geschrieben.

In ihrem neuesten Fall unterstützt M.J. ihre beste Freundin Karen. Deren Nicht wurde in einem exklusiven Internat am Lake Placid von einem Axt schwingenden Geist angegriffen, der dort sein Unwesen treibt.
Zusammen mit Gilley und ihrem Verehrer Steven macht sich M.J. auf den Weg und muss schon bald die ersten Hindernisse aus dem Weg räumen. Der Leiter der Schule befürchtet durch die Ermittlungen negative Presse zu erhalten und somit zahlungskräftige Eltern zu verlieren und will sämtliche Nachforschungen verhindern.
Zum Glück hat Karen ihre ganz eigene Art Direktor Habbernathy von der Wichtigkeit der Nachforschungen zu überzeugen.
Habbernathys Gegenwehr ist jedoch nicht die einzige Hürde, die M.J.s Team nehmen muss, denn jeder rund um das Internat weiß etwas über den Geist Hatched Jack, aber keiner möchte eine Auskunft geben, denn er ist mächtiger als die Geisterjägerin dachte.
Kann M.J. den Geist überwältigen? Und welche Überraschungen kommen noch auf sie zu?

Auch wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, so kann man hier nahtlos an die Story anknüpfen, da fehlende Fakten kurz und knackig angerissen werden. Es gibt ein Wiedersehen mit dem frechen Papagei Doc und dem überängstlichen Gilley.
Lauries Charaktere sind vielschichtig und bildhaft beschrieben, sodass man keine Schwierigkeiten hat in die Geschichte hereinzukommen. Die Spannung sorgt dann wiederum dafür, dass man dabei bleibt. J
Ein gut durchdachtes und überraschendes Ende macht die Story in meinen Augen perfekt.
Zwischen Steven und M.J. knisterte es erneut und ich hoffe auf weitere Annäherungen in den Fortsetzungsromanen.

Im Moment habe ich das Gefühl, dass M.J. sich noch nicht richtig auf Steven einlassen möchte. Vielleicht erfährt man über die Gründe bald mehr.
Letzten Endes kann ich meine Meinung zur Autorin nur wiederholen: Eine humorvolle und spannungsgeladene Story gepaart mit spritzigen Dialogen, so muss unterhaltsame Lektüre aufgebaut sein!

Bis zur Fortsetzung werde ich Victoria Laurie´s „Abby Cooper“ – Serie lesen. Wenn der Schreibstil gleich bliebt, wird das sicher auch ein Lesegenuss. 🙂
© Ricarda Ohligschläger

Kommentar verfassen