Lori Foster – Für Emma und ewig

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Wow, wow, wow. Ich bin hin und weg und – da ich das Buch erst gerade eben ausgelesen habe – mit Sicherheit auch noch ein bisschen verzaubert

Emma Clark ist die große Liebe seines Lebens. Das muss sich Casey Hudson eingestehen. Leider kommt für ihn die Erkenntnis zu spät, denn Emma ist weg. Seit der Nacht als sie verheult, mit blauen Flecken Zuflucht bei ihm und seiner Familie gesucht hatte – und noch in derselben Nacht verschwand. Immer wieder muss er an das Mädchen mit den blond gefärbten Haaren denken, die damals alles versucht hatte ihn ins Bett zu bekommen. Doch er hatte es immer wieder geschafft ihr zu widerstehen, was er mittlerweile bitter bereut. Zu gern hätte er nur einmal ihre weiche Haut berührt und sie geküsst.

Nun, acht Jahre später trifft Casey sie wieder und ist von Anfang an Feuer und Flamme für die junge Frau, die ihm noch sinnlicher als damals erscheint. Er sehnt sich immer mehr nach ihr und sucht verzweifelt nach einem Weg ihr die Aufrichtigkeit seiner Gefühle zu beweisen. Aber Emma lässt ihn immer wieder abblitzen. Casey verzweifelt fast und dann ist da auch noch Damon, der neue Beschützer an Emmas Seite. Ist er wirklich nicht mehr als ein guter Freund für Emma? Und was welches Geheimnis von damals trägt Emma in ihrem Herzen? 

Dies ist mein erstes Buch von Lori Foster und soweit ich informiert bin, ist „Für Emma und ewig“ Teil einer Serie rund um die Hudson – Brüder, die man aber nicht zwangsweise zuvor gelesen haben muss. Meiner Meinung nach ist die Geschichte sehr gut in sich abgeschlossen. Wer mag kann aber „Ein Traummann kommt selten allein“ zusätzlich lesen.

„Für Emma und ewig“ ist eine leidenschaftliche Geschichte, bei der es ständig knistert. Wenn man das Buch verfilmen würde, dann hätten die Schauspielerinnen wohl ständig ein süffisantes, verklärtes Lächeln auf den Lippen. Die männlichen Schauspieler hätten noch ganz andere Probleme… 🙂
Laut der Beschreibung kämpft Casey nämlich ständig mit feuchten Händen, zu engen Hosen und fast unmenschlicher Begierde zu Emma.
Emma dagegen kann anfangs ihr Verlangen nach Casey zwar noch ganz gut unter Kontrolle halten, doch später zittert sie nur noch beim Anblick seiner Muskeln und ist ständig in Atemnot bei der Lust, die ihr aus seinen Augen entgegen springt.

Jetzt kommt das große ABER.

Wer nun denkt, dass sich diese schwülstige Geschichte endlos hinzieht und nichts mehr ist, als eine Aneinanderreihung  pseudoerotischer Episoden irrt gewaltig.
Von Anfang an reißt dieser Geschichte zwischen Casey und Emma hinein ins Geschehen und man spürt schon nach wenigen Seiten, dass da mehr zwischen den beiden ist, als sie wahr haben wollen.
Emma, das Mädchen mit dem schlechtem Ruf und einem zerrütteten Elternhaus und Casey, der begehrteste Kerl der ganzen Stadt – wie soll das zusammen passen? Das fragt sich auch Emma und zweifelt immer wieder an Casey´s Worten. An eine gemeinsame Zukunft denkt sie nicht.
Ihre Unsicherheit wurde dementsprechend nachvollziehbar und sehr realistisch beschrieben. Ich hätte ihr gerne an mancher Stelle einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gegeben. Nicht nur, weil ich unbedingt wollte wie es mit ihr und Casey endet.
Bis dahin musste ich mich jedoch noch ein bisschen gedulden, doch das wurde mir durch den flüssig zu lesenden Schreibstil sehr leicht gemacht.

Fazit: Eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, die nicht nur durch ihre knisternde Erotik, sondern auch durch eine gute Prise Dramatik sehr gefühlvoll wirkt.
© Ricarda Ohligschläger

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