Interview mit Jennifer Schreiner

am

Liebe Jennifer, ich freu mich sehr, dass Sie Zeit gefunden haben an meiner Aktion teilzunehmen. Sie haben vor Kurzem ihren eigenen Verlag ins Leben gerufen. Was erwartet den Leser bei „Elysion-Books“?

Elysion Books steht für himmlisch heißes und teuflisch gutes Lesen (siehe auch Ableitung des Namens :-)): erotische Fantasy, Fantasy Romance, sinnliche Romane und verführerische Kurzgeschichten mit starken Heldinnen, niveauvolle Erfahrungsberichte und prickelnde Frivolitäten. Aber demnächst auch einige All Age Romane wie z.B. „Eulenflucht“ von Emily Kay, Urban Fantasy von Nina Behrmann und humorvolle Liebesbegegnungen im Buch „Erosärger“. 

Wie kam es zu der Gründung?

Nach einigen Jahren als Autorin stellte ich immer wieder fest, dass sich mein Schwerpunkt verlagert hatte und ich mir durchaus andere Arbeitsstunden als bloßes Schreiben vorstellen konnte. Und als ich eines Tages ein interessantes Manuskript erhielt, für das sich kein Verlag interessierte, wurde mir klar, dass ich mir eine neue Herausforderung wünschte. Und was wäre näheliegender gewesen, als im selben Metier die Seiten zu wechseln und Themen, die ich interessant finde zu fördern?

Sie schreiben erotische und fantastische Geschichten. Warum ist es gerade diese Mischung?

Eigentlich habe ich seit jeher fantastische Geschichten geschrieben. Die Erotik ist eigentlich eher durch einen Zufall hinzugekommen. Durch einen Schreibwettbewerb habe ich bemerkt, dass mir Erotik-schreiben liegt und da für mich Liebe ohnehin zu jeder guten Geschichte irgendwie dazugehört, bin ich dabei geblieben. Allerdings schreibe ich durchaus Bücher ohne Erotik.

Was tun Sie, wenn Sie grade nicht schreiben?

Bücher (von der Konkurrenz) und Manuskripte lesen, lektorieren, mich um den Verlagsvertrieb und das Marketing kümmern, Autoren „ärgern“, Setzer, Grafiker und Druckerei koordinieren und ähnliches. Ansonsten verbringe ich meine Zeit mit Familie und Freunden.
Und in der recht spärlichen Freizeit höre ich gerne Musik (die sonst in der Familie niemand mag, deswegen „nur“ in der Freizeit) und schaue ich gerne übersinnliche Serien.

Haben Sie bestimmte Schreibrituale?

Nein. Oder zählt der Tee, den ich mir neben den Schreibtisch stelle (damit ich nicht immer aufstehen muss und mich selbst ablenke)? 

Gibt es Situationen aus der Gegenwart, die Sie in ihrem Buch erwähnen?

Nein, in den bisherigen Büchern nicht. 

Wie recherchieren Sie für Ihre Bücher?

Für die Vampirromane im Prinzip gar nicht, bzw. nur in sofern, dass Straßenangaben und historische Denkmäler z.B. in Prag, Rom und Paris stimmen. Ansonsten lese ich alles, was nicht niet und nagelfest ist, von Sammelbänden Übernatürlicher Lebewesen, über Märchen-Lexika, Aberglaube-Handbücher und Wälzer der Geschichte bis hin zu Ethnologischen Sachbüchern.
Für ein geplantes historisches Werk allerdings ist die Recherche wesentlich umfassender und hat mich schon so manche Stunde in der Geschichtsfakultät gekostet.

Wann und wo kommen Ihnen diese unglaublichen Ideen für Ihre Bücher?

Das ist sehr unterschiedlich. Manche sind fix und fertig da, andere kosten „Bastelzeit“ und setzten sich aus verschiedenen schon vorhandenen oder noch zu erarbeitenden Ideen zusammen.

Gerade ist „Venusblut“ erschienen. Hat Ihr Buch auch Bezüge zur Realität oder ist es reine Phantasie?

Nein, Venusblut ist reine Phantasie und obwohl ich wahre Orte beschreibe, liegt der Handlung keinerlei Realität zugrunde *lach*

Wie lange haben Sie für das Schreiben des Buches gebraucht?

Für Venusblut habe ich irre lange gebraucht. Ich habe Anfang 2009 damit angefangen aus dem Handlungsgerüst einen Text zu schreiben. Letztendlich hat es durch einige Irrungen und Wirrungen, einem Verlagswechsel und einer kompletten Neuüberarbeitung bis Februar 2011 gedauert. Im Prinzip waren es trotzdem abzüglich der eigenen Wartezeit „nur“ 14 Monate.

Gibt es jemanden, dem Sie das Buch widmen?

Das Buch ist den Lesern gewidmet, die so lange auf Band 3 der Blut-Serie gewartet haben. Aus diesem Grund gibt es im Buch auch einen Gutscheincode, so dass man sich die erste Version (Herbst 2009) komplett durchlesen kann, um zu entscheiden, ob sich das Warten gelohnt hat, oder ob Version 1 gereicht hätte…

Interessierte Leser können Sie auf der Buchmesse treffen. Werden Sie dort auch lesen und wo kann man Sie treffen?

Auf der Buchmesse findet man mich und Elysion-Books in Halle 2 Gang H 315a. Ich werde die meiste Zeit über selbst am Stand sein und freue mich über jeden der vorbeischaut, um „Hallo“ zu sagen. Lesen selber werde ich nicht, wohl aber die Elysion-Autorin Christiane Gref („Im Bann der Engel“), am Donnerstag 17:30 auf der Fantasy-Leseinsel. 

Die Gewinner von „Venusblut“ gebe ich nachträglich bekannt.

Autorenfoto © PR Photo, Gelsenkirchen

Kommentar verfassen