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Janna Hagedorn – Mantramänner

Das Cover ist mindestens so abwechslungsreich und bunt wie der Inhalt des Buches

Evke Frank hatte einen ONS. Mit Chris, dem gutaussehendem Kollegen. Leider ruft Chris danach nicht mehr an. So muss sich die 28jährige wohl oder übel vom bereits fest eingeplanten Vater ihrer Kinder und dem Traum von der Hochzeit in Weiß verabschieden.

So einfach ist die Sache nur leider nicht. So beschließt Evke nach Ablenkung zu suchen und da sich ihre Freundinnen im Moment, auf einer Welle grünen Tees, von einem Mantra zum nächsten atmen, liegt die Lösung relativ nah: Yoga!

Schneller als sie ahnt beschreitet Evke den spirituellen Pfad der inneren Gelassenheit. Ob das in Liebesdingen zum Erfolg führt? Und ist es wahr das Yogafans statt Sex zu haben lieber Atmen? Evke will der Sache auf den Grund gehen und hofft im kreuzbeinigen Sitz auf Erleuchtung.

Während Evke sich durch Kundalini-, Luna-, und Hathayoga in Einklang mit sich und ihren Mitmenschen bringt, spricht einer ganz direkt ihr Herzchakra an und dann berührt er auch noch ihr Bauchchakra. Yogalehrer Sivananda. Das ist zu viel für die junge Frau und plötzlich verliert sie ganz schnell ihre neugewonnene Bodenhaftung und muss sich mächtig Mühe geben ruhig zu Atmen.

Bisher hatte ich mit Yoga nichts am Hut und wenn ich mich nicht irre, wird das auch so bleiben. Macht aber nix! Janna Hagedorn hat es nämlich geschafft mir alles, was man dazu wissen muss mit auf den Weg zu geben. Auf humorvolle und lockere Art. Jedes Kapitel in ihrem Buch beginnt mit der Erklärung einer Yogastellung und ist passend auf den Inhalt des betreffenden Abschnitts abgestimmt.

Während sich ihre Hauptfigur, die chaotische Evke Frank, von einer Yogamatte zur nächsten verbiegt bekommt man einen guten Eindruck in ihre Gefühlswelt, lernt ihre Freunde kennen und lernt dabei noch wissenswertes über die philosophische Lehre. Ich wusste bis dato beispielsweise nicht, dass es mehrere Formen des Yoga gibt. Auf Karmayoga könnte ich allerdings verzichten. 🙂

Evke entdeckt sich auf ihrem spirituellen Weg selbst und ich finde die kleine Botschaft, dass man sich nicht für andere verbiegen sollte ganz wichtig. Es ist definitiv nicht der richtige Weg jedem alles recht zu machen!

Janna Hagedorn sorgt mit „Mantramänner“ für Kurzweil und versteht es gekonnt Herzschmerz, Humor, Romantik und Spannung zu einem gelungenem Lesevergnügen zu verpacken. Das Cover ist mindestens so abwechslungsreich und bunt wie der Inhalt des Buches. Das Ende war für mich das I – Tüpfelchen, welches das Buch rundum perfekt gemacht hat.

Fazit: Ich bin sehr positiv überrascht vom Schreibstil der Autorin und freue mich schon auf eventuellen Nachschub!
© Ricarda Ohligschläger