Valentina Berger – Der Augenschneider

Das nenne ich gnadenlos! Gnadenlos gut!

Er schneidet ihnen bei lebendigem Leib die Augen heraus: jungen, schönen Frauen. Denn er braucht ihr Augenlicht…Heinz Martin, Gerichtsmediziner in Wien, ist einem Serienkiller auf der Spur. Zwei Frauen hat er schon gefoltert und grausam verstümmelt. Beide Opfer waren attraktiv, schlank und hochgewachsen. Dann verschwindet auch Martins bildschöne Schwester spurlos, und kurz darauf schickt ihm der Killer eine Nachricht, die keinen Zweifel daran lässt, was er mit ihr vorhat … (Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Wow, ich habe lange schon keinen Psychothriller mehr gelesen, der mich so begeistert hat. Von Anfang an fesselte mich Valentina Berger mit ihrem spannenden Plot an ihr Buch und ließ mich nicht mehr los. Das nenne ich gnadenlos! Gnadenlos gut!

Häppchenweise offenbarte sie mir einen Mörder, der mit allen Facetten beschrieben war: Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie und große Lust am Morden.
Nein, so einem möchte man nicht begegnen. Die brutalen Mordszenen setzten dieser Beschreibung noch eine Prise mehr an ekelerregender Faszination drauf. Ja, ich habe teils mit angewidertem Gesichtsausdruck gelesen – mehr Buchwerbung geht nicht, wenn man das Buch (so wie ich) in Bus und Bahn liest.

Der Schreibstil ist hervorragend, da gab es nichts zu meckern. Mitreißend, flüssig zu lesen, ohne irgendwelche endlosen Obduktionsbeschreibungen – lediglich die Ermittlungsarbeit stand im Vordergrund. Und natürlich auch die Personenbeschreibungen der zuständigen Ermittler, die ganz klischeetypisch alle einen „an der Klatsche“ hatten.

Eigene schicksalhafte Vergangenheiten hat die Autorin intelligent mit eingefügt und ihre Hauptpersonen damit in ein authentisches Bild gefügt.

Fazit: Ein spannendes Romandebüt, welches sehr neugierig auf „Das Liliengrab“ macht.

Anmerkung: Auf Seite 174 wird beschrieben, dass der Personalausweis des Opfers gefunden wurde. Gleichzeitig muss der Ermittler aber die Wohnanschrift herausfinden. Ist das ein Fehler oder ist es in Österreich so, dass die Anschrift nicht beim PA drauf ist? So wie ich es verstanden habe, spielt der Roman ja in Wien, oder?
© Ricarda Ohligschläger

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Oh, vielen, vielen Dank! Ich freu mich sehr über deine Rezi.
    Hier noch ein link zu deiner Frage nach der Adresse im Personalausweis:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis#.C3.96sterreich

    Bei uns in Österreich steht tatsächlich keine Adresse drauf – deshalb ist er auch nicht sehr verbreitet.
    LG Valentina Berger

  2. Sabine sagt:

    Ich empfehle auch allen und jeden, die das Buch und Valentina noch nicht kennen und nach einem wirklich guten Thriller suchen, dieses Buch!

    Liest Du den Nachfolger jetzt auch bald? Dann freu ich mich auf Deine Rezi 🙂

    Liebe Grüße
    Bine

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