Petra Busch – Mein wirst du bleiben

Moritz Ehrlinspiel hat erneut ermittelt und dieses Mal hat Petra Busch mich restlos überzeugen können

„Mein wirst du bleiben“ handelt von einer Mutter-Tochter-Beziehung, die durch tiefe Verbundenheit geprägt ist. Doch die Verbundenheit ist geprägt von großer Abhängigkeit und Verlustangst. Miriam möchte ihre Mutter nicht verlieren, zu groß ist immer noch der Schocck, den sie durch deren Unfall erlitten hat, bei dem sie Thea Roth fast für immer gehen lassen musste.
Um sie vor jeglichem Unheil zu schützen sorgt Miriam ganz allein für den Lebensunterhalt und geht dabei nicht nur körperlich an ihre Grenzen.
Doch ein Mord in der Nachbarschaft zerstört die Idylle.
Hauptkommissar Ehrlinspiel nimmt sich der Untersuchung in dem Falle an und schon bald zählt auch Miriam zum Kreis der Verdächtigen. Doch ist er hierbei auf der richtigen Spur? Schließlich ist es doch gerade sie die alles für den idyllischen Hausfrieden tun würde.

Petra Busch hat einen Roman konstruiert mit dem sie ihre Leser gekonnt aufs Glatteis führt. Während ich bei ihrem Debütroman die fehlende Spannung bemängelte ist es gerade die, die hier zeitweise schier unerträglich wird. Damit sorgt sie dafür, dass sich die ca. 450 Seiten äußerst kurzweilig gestalten. Sie schafft mit ihrem Handlungsablauf immer wieder Verwirrung und gibt somit zahlreiche Ansätze für ein umfangreiches Gedankenspiel. Schließlich lässt es sich kein Leser nehmen, während des Lesens „mitzuermitteln“.
Die Story zeichnet sich weiterhin durch einen großen Kreis der Verdächtigen aus und damit verbundene Ereignisse.
So fragt man sich beispielsweise von wem sich Gabriele Hofmann verfolgt fühlt. Ist es nur die Fantasie, die ihr im Alkoholrausch einen Streich spielt oder steckt doch mehr dahinter? Und was verheimlicht Frau Zenker, die neugierige Nachbarin?
Unterbrochen wird die Spannung lediglich durch Nebenstränge, in denen die Verbindung zwischen Hanna Brock und Moritz Ehrlinspiel dargestellt wird. Allerdings habe ich die dieses Mal nicht als störend, sondern eher als kurze Verschnaufpause betrachten können.
Alles in allem hat mich dieser zweite Fall für Moritz Ehrlinspiel mehr überzeugen können und Petra Busch hat bewiesen, dass sie durchaus spannungsgeladene und überraschend undurchschaubare Krimis konzipieren kann.
© Ricarda Ohligschläger

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Sabine sagt:

    Das klingt ja echt toll. Mir hat ja der Vorgängerroman schon so gut gefallen und wenn
    „Mein wirst du bleiben“ noch besser ist, dann lasse ich mich gern überraschen. 🙂

    LG,
    Sabine

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