Mika Bechtheim – Im Zeichen der Angst

Clara Steinfeld hat den Alptraum jeder Mutter erlebt. Ihre sechsjährige Tochter Johanna wird entführt und erstickt im Versteck des Entführers.
Doch der Alptraum geht weiter, denn aufgrund einiger Unregelmäßigkeiten in den Ermittlungen kommt sie später ins Gefängnis: als Mörderin des vermeintlichen Entführers.
Jahre später erhält sie die Nachricht, dass ihre vor 20 Jahren verschollene Mutter gefunden wurde. Ermordet.
Clara gerät erneut in den Kreis der Verdächtigen und sie kämpft nicht nur gegen die erneuten Verdächtigungen, sondern auch gegen die Bedrohungen, die ihre zweite Tochter Josey heimsuchen.

Selten habe ich so einen verwirrenden Roman wie „Im Zeichen der Angst“ gelesen. Gleichzeitig brilliert er durch atemberaubende Spannung und rasante Wendungen, und fordert somit die vollste Konzentration des Lesers, nicht nur wegen der vielen Handlungsstränge.
Mika Bechtheim schreibt aus der Sicht von Clara, was zusätzlich für Dramatik sorgt. Viel näher am Geschehen kann ein Leser nicht sein und so fand ich mich schon nach wenigen Kapiteln „Im Zeichen der Angst“ wieder.
Das eigentlich perfide an dem Roman ist, dass man nicht weiß, ob es sich nun um eine Art Biographie oder um eine fiktive Story handelt. Parallelen zur Biographie der Autorin und eine Anmerkung im Epilog schüren diese Zweifel.
In jedem Fall sorgt die Story für den perfekten Nervenkitzel und ist an Aktion kaum zu überbieten.  Lediglich die schon erwähnten vielen Handlungsstränge unterbrachen ab und an den Spannungsfaden.
Fazit: Furchteinflößend glaubwürdig sorgt Mika Bechtheim mit „Im Zeichen der Angst“ für den perfekten Nervenkitzel.
© Ricarda Ohligschläger

4 Sterne von 5

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