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Andreas Winkelmann – Bleicher Tod

Andreas Winkelmann schreibt mit der perfekten Mischung aus Faszination und Abscheu, die ich bei keinem anderen Thrillerautoren bisher so stark empfunden habe!

Nachdem ich erst vor Kurzem „Blinder Instinkt“ und „Tief im Wald und unter der Erde“ von Andreas Winkelmann verschlungen habe, kam ich nun in den Genuss seinen aktuellen Roman „Bleicher Tod“ zu lesen.

Kurzbeschreibung laut amazon.de:
Sie dachten, der Tod wäre das Schlimmste. Sie haben sich getäuscht

Ein junges Mädchen, allein, gefangen in der Dunkelheit. Sie ahnt, dass ihr Leben bald vorbei sein wird – nur um festzustellen, dass es schlimmere Dinge gibt als zu sterben … Derweil erfährt Kriminalkommissarin Nele Karminter von einer erschreckenden Studie: Einer von fünfundzwanzig Menschen hat kein Gewissen, ist ein potentieller Psychopath. Eine Erkenntnis, die sich für Nele bald in blutige Praxis verwandeln wird. Denn kurz darauf wird sie zu einem Tatort gerufen – und zu der grausam entstellten Leiche eines jungen, seltsam bleichen Mädchens …

Andreas Winkelmann schreibt mit der perfekten Mischung aus Faszination und Abscheu, die ich bei keinem anderen Thrillerautoren bisher so stark empfunden habe!

Während sein Schreibstil vor Leichtigkeit sprudelt, baut er durch vielseitige Perspektivwechsel einen Spannungsbogen auf, den er dazu nutzt mit den Nerven seiner Leser Gitarre zu spielen.
Bildhafte Beschreibungen braucht er dazu nicht. Vielmehr überlässt er es wiederum dem Leser, sich sein ganz persönliches Bild all der Grausamkeiten zu machen.
Das Motiv des Täters entschlüsselt sich im Laufe der Handlung und ist meiner Meinung nach glaubwürdig und nachvollziehbar.

Ich möchte gar nicht mehr Worte über dieses Buch verlieren, weil es meiner Meinung nach die perfekte Lektüre für jeden Psychothriller – Fan ist.

Andreas Winkelmann ist meine Neuentdeckung des Jahres und ich weiß genau, dass ich „Hänschen klein“ in Kürze ebenso begeistert verschlingen werde.
© Ricarda Ohligschläger