Maria, Mord und Mandelplätzchen

Wer also denkt, dass es immer mordernst zugeht täuscht gewaltig!

Mittlerweile bin ich ein großer Fan diverser Anthologien. Warum?

Weil man auf kurzweilige Art nicht nur altbekannte Autoren wieder entdecken kann, sondern unbekannte Autoren neu entdecken kann.

So kam mir die Anthologie „Maria, Mord und Mandelplätzchen“ zur Weihnachtszeit gerade recht.

Von Sylt bis zur Zugspitze erkundete ich literarisch nicht nur Deutschland, sondern lernte dabei auch mir völlig unbekannte Autoren wie Ingrid Noll, Nicole Förg und Sabine Thomas kennen.

Jeder einzelnen der 24 Geschichten ist ein Ort zugeteilt. So findet man sich mit Christiane Franke in Bremen wieder, erkundet mit Wolfgang Burger Heidelberg und landet mit Gisa Klönne in Mecklenburg.

Natürlich geht es dabei zum Teil sehr ernst zu, was bei mörderischen Krimis nicht umgänglich ist, aber zwischen den Zeilen sorgt auch genug Humor und Ironie für Abwechslung. Wer also denkt, dass es immer mordernst zugeht täuscht gewaltig!

Jede Geschichte ist anfänglich mit dezenten Totenköpfen verziert und endet mit der jeweiligen Autorenvita und auch das Cover ist mit einem ganz besonderen Adventskranz versehen.

Mein Lieblingskrimi ist „Baumsterben“ von Nicola Förg. Warum, werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: sie hat mich am meisten aufs Glatteis geführt und überrascht.

Fazit: 24 kurzweilige Krimis, die nicht nur in der Vorweihnachtszeit für mörderischen Hochgenuss sorgen!
© Ricarda Ohligschläger

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