Tatjana Kruse – Nadel, Faden, Hackebeil

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Selten habe ich bei einem Krimi so gelacht wie bei „Nadel, Faden, Hackebeil“

Hauptkommissar a.D. Siggi Seifferheld greift erneut im idyllischen Schwäbisch Hall der Polizei unter die Arme. Der Landtagsabgeordnete Lambert von Bellingen wird bei einer Wahlveranstaltung ermordet auf einer Herrentoilette gefunden. Die Polizei geht von einem politisch motivierten Verbrechen aus. Seifferheld jedoch verfolgt eine andere Fährte. Und so schnüffelt der Kommissar im Unruhestand ein wenig im Privatleben des Toten herum und findet heraus, dass der Politiker eine Affäre mit der ortsansässigen Souvenirladenbesitzerin hatte.Um mit der Dame ins Gespräch zu kommen, will Seifferheld ihr seine Stickkissen zum Kommissionskauf anbieten. Doch als er den Laden betritt, entdeckt er sie mit zertrümmertem Gesicht hinter der Theke. (Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Vorweg muss ich eins erwähnen: Selten habe ich bei einem Krimi so gelacht wie bei „Nadel, Faden, Hackebeil“

Zur Leseprobe

Der Grund liegt unüberlesbar auf der Hand. Tatjana Kruse zündet eine Pointe nach der anderen und hat ein unglaubliches Talent für Wortspiele jeglicher Art! Nicht nur ihre unverwechselbaren Kapitelüberschriften, sondern auch die fast schon kunstvoll geschliffenen Sätze haben es in sich.

Ihre skurrilen Figuren übertreffen sich gegenseitig in liebenswerten und außergewöhnlichen Charaktereigenschaften, und sind prädestiniert für Fettnäpfchen abwechslungsreicher Variation.

Doch nicht nur mit ihrem Wortwitz und ihren liebevoll  gestalteten Figuren glänzt Tatjana Kruse, sondern auch mit ihrer Krimihandlung an sich. Dabei verliert sie jedoch nie den Handlungsfaden oder vernachlässigt die Spannung. Da wird gemordet, betrogen und natürlich wachsam ermittelt. Star der Schnüffeleien ist der sich im Ruhestand befindliche Kommissar Seifferheld, der dem ganzen nicht nur durch sein außergewöhnliches Hobby und seine unglücklich getimten Frauenbekanntschaften für beste Unterhaltung sorgt!!

Ich hatte richtig viel Spaß mit Seifferheld und lasse mich direkt im Anschluss an diese Rezension auf den Folgeband „Finger, Hut und Teufelsbrut“ ein.
© Ricarda Ohligschläger

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Michelle Holzer sagt:

    Da bekomme ich auch Lust auf lesen.

  2. Anonymous sagt:

    Och Mensch, das ist doch die Krimi-Serie, die bei mir ums Eck spielt – in Schwäbisch Hall! Das Buch hätte ich schon so oft sooo gerne gewonnen!

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