J.S. Hübel – Die Blumenkinder von La Mola

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Iris führt das scheinbar perfekte Leben: Sie hat einen Traumjob, eine schicke Wohnung, liebe Freunde und eine heimliche Affäre mit ihrem Chef. Doch erst verschwindet der spurlos und dann verliert sie auch noch völlig überraschend ihre Arbeit. Plötzlich steht Iris vor den Scherben ihres Lebens. Um auf andere Gedanken zu kommen, bucht sie eine Last Minute Reise auf die Partyinsel Ibiza. Doch der vermeintliche Spaßurlaub wird zur Reise in die eigene Vergangenheit: Unfreiwillig deckt Iris ein lang gehütetes Familiengeheimnis auf, von dessen Existenz niemand bisher wusste. Für Iris beginnt eine dramatische Zeitreise in die wilden und nicht immer unbeschwerten Siebziger, in deren Verlauf sie nicht nur eine neue Liebe trifft, sondern sich ihr gesamtes Leben verändert…
(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de)

Die Blumenkinder von La Mola“ ist ein richtiger Sommerroman, der nur durch Zufall zu mir gefunden hat.

Erzählt wird die Geschichte von Eva und Iris, deren Mutter – Tochter – Verhältnis ein großes Geheimnis birgt. Der Autor hat hierfür zwei unterschiedliche Erzählstränge entwickelt, die letzten Endes zusammenführen. Doch bis dahin schafft er auf diese Art und Weise eine ungebrochene Spannung und gibt Raum für eigene Spekulationen.

Der Sprachstil ist locker und übermittelt ein unbeschwertes Sommerfeeling. Ich hatte oftmals das Gefühl am Strand oder in einer Bucht zu sitzen, Wind in meinen Haaren und Sonne auf der Haut. Dieses Gefühl blieb sogar noch bestehen als sich die Ereignisse auf der Insel zuspitzten. Der Autor muss die Insel wahrlich lieben!

Die beiden Hauptfiguren Eva und Iris sind von Anfang an sympathisch. Beide Frauen führt eine berufliche Pleite auf die Insel und so sehr sich diese Szenerie ähnelt, schafft es J.S. Hübel sie nachvollziehbar und auf jede einzelne treffend in Szene zu setzen.
Während Eva sich ein komplett neues Leben erhofft, möchte Iris Abstand vom Alltag gewinnen und ein bisschen Urlaub machen. Dass für beide einiges anders laufen wird, ahnt man ziemlich schnell.

Trotzdem sticht keine der beiden durch ungewöhnliche Erfahrungen oder Eigenschaften heraus. Genau das aber macht sie so interessant, denn ich bin mir sicher, dass sich viele Frauen mit ihnen identifizieren können. Sei es durch eine unglückliche Liebe, eine berufliche Veränderung oder den Wunsch nach einem Neuanfang.

Einen klitzekleinen Kritikpunkt habe ich dennoch. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Autor gewisse Szenen noch mehr hätte ausbauen können. Der Überraschungseffekt wäre so noch effektiver gewesen. Aber das nur am Rande.

Was mir sehr gut gefallen hat ist, dass er seine Erfahrungen als Redakteur mit einfließen lässt. Man spürt sein Interesse für Lifestyle und Prominente. So wirkt die Story noch authentischer.

Fazit: Wer sich mangels Sommersonne ganz weit wegträumen möchte, dem lege ich „Die Blumenkinder von La Mola“ ans Herz. Die Geschichte sprüht vor Leichtigkeit, Sommerfeeling und bleibt trotzdem voller Geheimnisse.“
© Ricarda Ohligschläger

Kommentar verfassen