Hendrik Berg – Dunkle Fluten

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Der Spreewald – eine Gegend voller unheimlicher Mythen und Legenden. Für einen ehemaligen Berliner Kommissar wird der erhoffte Neuanfang zu einem Alptraum ohne Erwachen … 

Ein Umzug von der Großstadt in den idyllischen Spreewald – für den Berliner Kommissar Robert Lindner, der wegen einer Schussverletzung den Dienst quittieren musste, ist es der Beginn eines Alptraums. Während seine Frau Marie mit den beiden Kindern und der Renovierung eines alten Hotels beschäftigt ist, leidet er selbst unter unvorstellbaren Ängsten. Ihm scheint, dass sich im undurchdringlichen Wasserlabyrinth der Spree ein Geheimnis verbirgt, das seine Familie bedroht. Auf der Suche nach Beweisen verliert sich Robert immer mehr in unheilvollen Mythen und Legenden …
(Kurzbeschreibung laut www.amazon.de

Dieses Buch lege ich allen ans Herz, die sich für Thrill, Spannung und Mystery begeistern können. Wer einen Thriller erwartet wird sicher nicht enttäuscht, obwohl es keiner ist. Wer einen Krimi erwartet kommt ebenso auf seine Kosten. Dabei gibt es im eigentlichen Sinne kein Mordopfer. Lediglich in der Vergangenheit gab es derer gleich vier und darum ranken sich etliche Mythen, die ein ganzes Dorf in Atem halten. Und zwar ein Dorf im Spreewald, bei Lübbenau. Wer diese Gegend kennt, wird sich sofort im Geschehen wiederfinden. Alle anderen werden mit Sicherheit in kürzester Zeit von der düsteren Stimmung und der beängstigenden Bedrohung gepackt.

Zum Durchatmen gibt es nur wenige Seiten Zeit, denn Bergs Schreibstil lässt Atempausen kaum zu. So rasant und spannungsgeladen ist sein Schreibstil.

Seine Figuren sind zum Teil sehr undurchsichtig beschrieben, was noch mehr zu Spekulationen anregt. Berg bedient sich vielerlei Klischees über Ossis, was mir an manchen Stellen ein bisschen zu viel aufgetragen war, aber insgesamt hat er die Dorfgemeinschaft sehr gut dargestellt. Sehr gut gelungen sind ihm ebenso falsche Fährten, sture Dorfbewohner und Schreckmomente.

Ich bin von „Dunkle Fluten“ begeistert. Warne aber interessierte Leser vor, dass es zum Schluss nicht die typische klare Aufklärung geben wird, da es sich eher um einen Mysterythriller handelt. Wer das beherzigt, wird nicht enttäuscht!
© Ricarda Ohligschläger

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