Interview mit Bianca Wagner

KarmaFrau Wagner, ist das Buch ein Versuch die durch diesen etwas anderen Job erlebten skurrilen Erfahrungen zu verarbeiten?

Nein, eigentlich. Es ist eher ein Buch, das den Versuch unternimmt, gleichzeitig zu unterhalten und aufzuklären.

Wie kommt man denn auf die Idee, einen Orakelkartenkurs zu belegen!?

In dem Buch gibt es ein ganzes Kapitel darüber, wie ich auf die Idee kam. Zum einen aus purer Neugier wie das Kartenlegen überhaupt funktioniert und zum anderen, weil ich wissen wollte, was wirklich davon zu halten ist.

Hatten Sie vor ihrem ersten Orakelkartenkurs schon einmal selbst als Gast eine Esoterikmesse besucht, auf denen man ja meistens gleich mehrere Kartenleser antreffen kann?

Nein, überhaupt nicht. Und vermutlich hätte ich es auch nie getan, wenn ich mich nicht zwei Freundinnen angeschlossen hätte.

Was halten Sie von Palmblattlesungen? Es soll ja für jeden Menschen ein ganz persönliches Palmblatt geben, in dem das Schicksal geschrieben steht.

Mit Palmblattlesungen kenne ich mich nun gar nicht aus. Es hört sich aber ähnlich wie Kaffeesatzlesen an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf einem Palmblatt das Schicksal eines Menschen finden kann. Deswegen würde ich es für mich eher in die Rubrik „Esoterische Unterhaltung“ einordnen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, sind Sie nun nicht mehr als Kartenleserin in der Öffentlichkeit tätig. Was hat sie bewogen, dies nicht mehr zu tun?

Die Zunehmende Verschuldung der Kunden und auch die Tendenz der Anrufer, ihr ganzes Leben nach Kartenbildern zu richten, sowie die aggressive Geschäftspolitik der Hotlines haben mich darin bestärkt, dass ich mich besser mit der Gegenwart, denn mit der Zukunft beschäftigen sollte.

Haben Sie in ihrem eigenen Leben schon einmal erlebt, dass eine ihnen selbst vorhergesagte Situation tatsächlich eingetreten ist?

Ja. 🙂

In welchen Bereichen halten Sie es für vertretbar, sich einen Rat von einem esoterischen Lebensberater einzuholen, und wo würden Sie die Grenze ziehen?

Die Grenze ziehe ich ganz klar, wenn es nicht mehr um den reinen Spaßfaktor und Unterhaltungswert geht, sondern mit esoterischer Lebensberatung existenzielle Probleme gelöst werden sollen.

Gibt es irgendjemanden aus dem Kreis der esoterischen Lebensberater, dem Sie selbst vertrauen würden? Hierbei geht es mir nicht darum, einen konkreten Namen zu erfahren, sondern eher um die generelle Frage, ob Sie jemandem aus diesem Bereich Ihr Vertrauen entgegenbringen würden.

Nein, da gibt es niemanden. Warum? Weil ich meine Zukunft immer selber gestalten kann und deswegen niemand wirklich meine Zukunft voraussagen kann.

Was war das verrückteste oder witzigste, was Sie je über Ihre Kunden herausgefunden haben?

Ich hatte mal eine Kundin, die tatsächlich geglaubt hat ihr Kater sei die Reinkarnation von Hitler.

Glauben Sie selbst zu 100 % den Ergebnissen Ihrer Karten?

Absolut nein!

Wem würden Sie gerne mal die Karten legen?

Angela Merkel.

Was nehmen Sie aus Ihrer Zeit als Kartenlegerin an Erfahrungen mit?

Viel Menschenkenntnis und die Fähigkeit mich auf die verschiedensten Leuten und deren Lebenssituationen einzustellen. Aber auch die Erfahrung, wann es sinnvoll ist Grenzen zu ziehen und die Leute in professionelle Hände weiterzugeben.

Liebe Bianca Wagner, ich bedanke mich – auch im Namen meiner Blogleser – für Ihre Antworten und wünsche Ihnen für die Zukunft ohne Karten alles Gute!

Das Buch aus der Verlosung geht an

Sabine (Büchermaus)

Herzlichen Glückwunsch!

Die Interviewfragen stammen aus Einsendungen, im Rahmen der Aktion „Leser fragen – Autoren antworten”

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. LeseMaus sagt:

    Da sind ja auch ein paar meiner Fragen – schön, dass sie den Weg ins Interview gefunden haben, denn einen „Insider“ danach zu fragen brannte mir schon länger auf den Nägeln.

    Juhu, und gewonnen habe ich auch noch! Vielen Dank, meine Adresse kommt 🙂

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