Gastrezension von Tanja: Andrea Bannert – Clyátomon, Die Schlacht um die versunkenen Reiche

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Zum Inhalt: Andreas, Marc und Manuela lernen sich an der Uni kennen. Bei einem gemeinsam besuchten Tauchkurs auf Gran Canaria stellt sich heraus, dass sie noch mehr Gemeinsamkeiten haben als nur, die gemeinsame Uni zu besuchen: sie haben alle am selben Tag Geburtstag, sind alle drei Waisenkinder und fühlen sich an Wasser wohler als an Land, wo sie seit geraumer Zeit gesundheitliche Probleme haben, die im Wasser nicht mehr auftreten. Im Gegenteil – im Wasser entwickeln sie erstaunliche Fähigkeiten – sie können länger tauchen als die anderen Kommolitonen, sie können schneller schwimmen und zu guter Letzt wachsen ihnen auch noch Schwimmhäute. Bei einem gemeinsamen nächtlichen Schwimmen werden Manuela und Marc von Andreas getrennt, den sie gemeinsam suchen und dabei die wundersame Unterwasserwelt, die in drei Reiche aufgeteilt ist, kennenlernen. Es stellt sich heraus, dass die Drei Meermenschen sind. Die drei Reiche führen Krieg gegeneinander um den sagenumwobenen Stein Clyátomon und es ist an Andreas, Marc und Manuela den Frieden in der Unterwasserwelt wieder herzustellen, in dem sie den Stein finden und vernichten.

Mein Fazit: das Buch liest sich flüssig – hier und da sind die Charaktere nicht genau gezeichnet, manche Handlungsstränge könnten ausgefeilter sein, aber es ist spannend und bringt einen immer wieder dazu, weiter lesen zu wollen. Dennoch empfinde ich das Buch als durchschnittlich: die Geschichte ist eine Mischung aus „Herr der Ringe“ und „Harry Potter“, aber alles bleibt so angehaucht – es fehlt der Feinschliff und die Ideen sind nicht neu. Und die Kommasetzung ist eine Katastrophe, manchmal fehlt ein Wort – hier hätte jemand mal genauer drüber lesen sollen. Und wer denkt, dass die Geschichte wirklich etwas über Atlantis beinhaltet, der wird sicherlich enttäuscht sein – es wird zwar mal erwähnt, dass die versunkenen Reiche Atlantis darstellen sollen, aber von dessen Mysterium kommt aber auch wirklich gar nichts rüber. Dennoch ist es eine kurzweilige Geschichte mit Unterhaltungswert.
© Tanja Griesenauer

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