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Elke Pistor – Eifler Zorn

Bevor ich zur eigentlichen Rezension über „EIFLER ZORN“ komme, muss ich ein Geständnis machen: ich war voreingenommen!

Ich kann gar nicht genau sagen, was mich bisher abhielt Bücher von Elke Pistor zu lesen. War es der mir bis dato unbekannte Verlag? Das Cover welches sich vom Mainstream definitiv abhebt und mich erst auf dem zweiten Blick ansprach? Vielleicht eine Mischung aus alledem.

Als Elke Pistor dann aber im März ihr Publikum bei einer von mir veranstalteten Wohnzimmerlesung gnadenlos entertainte, war es um mich geschehen und ich wusste, dass ich „EIFLER ZORN“ lesen muss. Nun hat es leider doch noch etwas länger gedauert, bis ich mich dem Buch gewidmet habe, aber dafür konnte ich es in vollen Zügen genießen.

EIFLER ZORN“ ist der nunmehr dritte Krimi um die Erfolgskommissarin Ina Weinz.  Ich kenne die beiden bisherigen Bücher nicht, fand mich aber durch die ausdrucksstarke Sprache, die die Autorin verwendet sofort mit der Kommissarin verbunden. Es klingt durch, dass sie eine gute Kommissarin und eine sehr herzliche und liebevolle Person ist. Sie kümmert sie sich verantwortungsvoll um ihre Stieftochter Henrike und macht sich große Sorgen, als diese plötzlich verschwindet.

Erzählt wird in mehreren Handlungssträngen. Mit einem Rückblick zum Anfang des 19. Jahrhunderts beginnt Elke Pistor, schwenkt dann zur Protagonistin Bianca und später zur Kommissarin Weinz. Dadurch treibt sie wie in einem Sog ihre Geschichte voran und füllt diese mit einem dramatischen Mix aus zwischenmenschlichen Abgründen und Familientragödie.

Vor dem inneren Auge entwickelt sich so eine Idee zur Aufklärung der vorliegenden Mordfälle, die in einem schlüssigen Ende jedoch überraschend niedergelegt wird!

Fazit: Mitreißende Unterhaltung mit Regionalbezug, deren Handlungsstränge in einem großen Finale enden.

Empfehlungswert sind auch die Links, die Elke Pistor im Nachwort empfiehlt.
© Ricarda Ohligschläger