Mia March – Sommerblau

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Drei Frauen, drei Schicksale. Ein Sommer, der alles verändert. Blaues Meer, der Himmel in azur und der beste Blaubeerkuchen von Maine: Der Sommer in Boothbay Harbor könnte nicht schöner sein. Doch Veronica, die in einem kleinen Diner arbeitet, kann keinen Sommer mehr genießen, seit sie vor vielen Jahren ihre neugeborene Tochter zur Adoption freigeben musste. Erst die Begegnung mit zwei Besucherinnen des kleinen Küstenstädtchens hilft ihr, wieder nach vorn zu blicken: Gemma, ungewollt schwanger, und Bea, auf der Suche nach ihrer Mutter. Im Laufe des Sommers werden die drei Frauen zu Freundinnen. Und entdecken, dass das große Glück manchmal nur einen kleinen Augenblick entfernt liegt. (Kurzbeschreibung laut amazon)

Eigentlich ist Gemma nach Boothbay Harbor gekommen, um sich darüber im Klaren zu werden, ob sie das Kind das sie unter dem Herzen trägt auch behalten will. Doch die Küstenstadt hält eine Geschichte für sie bereit, die sofort Interesse bei der Reporterin weckt. In dem verschlafenen Nest trifft sie auf Bea, deren leibliche Mutter vor 22 Jahren im Heim der guten Hoffnung lebte und ihre Tochter danach zur Adoption freigegeben hat. Gemma schreibt einen Artikel über das Heim, interviewt hochschwangere Teenies und möchte auch Beas Geschichte miteinfließen lassen. Doch die muss erst einmal den Mut finden ihre leibliche Mutter Veronica auch anzusprechen, denn mittlerweile weiß sie wo sie arbeitet und wie sie aussieht.

Dadurch, dass die Figuren abwechselnd in einzelnen Kapiteln agieren lässt Mia March einen kleinen hochemotionalen Mikrokosmos entstehen, der spannender nicht sein könnte. Die Frage wie es mit Gemma, Bea und Veronica weitergeht fesselt mit jedem weiteren Kapitel an den Roman. Ich bin total begeistert von der Fähigkeit der Autorin ihren Charakteren Leben einzuhauchen, in dem sie ihnen mit Hilfe einer lebhaften Sprache verschiedene Facetten mit auf den Weg gibt. Große Gefühle kommen dabei nicht zu kurz. Trotzdem behandelt March auch Gewissenskonflikte, Fehlentscheidungen und Zukunftsängste so gekonnt, dass es an Abwechslung nicht hapert und die Geschichte letzten Endes ein versöhnliches Ende nimmt.

Sommerblau“ ist eine herzerwärmende, hochemotionale Geschichte, die ein sehr sensibles Thema auf hohem Niveau behandelt.
© Ricarda Ohligschläger

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